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Donnerstag, 26 November 2020

50 Jahre Vertrag über die Grundlagen der Normalisierung der Beziehungen zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland (Warschauer Vertrag)

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Online-Konferenz, Samstag, 5. Dezember, Beginn 12.00 Uhr

Die Konferenz wird simultan gedolmetscht. 

Organisatoren: Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Wroclaw und der Lehrstuhl für Völker- und EU-Recht an der Juristischen Fakultät der Leon-Kozminski-Akademie

 

50 Jahre Vertrag über die Grundlagen der Normalisierung der Beziehungen zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland (Warschauer Vertrag)

 

Der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Warschauer Vertrages vom 7. Dezember 1970, auf dessen Grundlage die Beziehungen zwischen der Volksrepublik Polen und Deutschland „normalisiert“ wurden, ist eine gute Gelegenheit, an den politischen Kontext, die vereinbarten Lösungen und die vielfältigen Auswirkungen dieses Dokuments zu erinnern. Dieser Vertrag beendete die schwierige Zeit ohne Beziehungen zwischen den beiden Staaten und schuf die Voraussetzungen für die Aufnahme nicht nur diplomatischer Beziehungen. 

 

Der Unterzeichnung gingen monatelange Verhandlungen voraus. Sie betrafen verschiedene Schlüsselfragen, die mehr als zwei Jahrzehnte lang offen geblieben waren, wie die Frage der Anerkennung der Grenze an Oder und Neiße, die Wiederaufnahme der Ausreise der in Polen lebenden Deutschen und die Frage der Entschädigung der vom Dritten Reich betroffenen polnischen Bürger. Die Unterzeichnung des Vertrages und der Aufenthalt des westdeutschen Bundeskanzlers Willy Brandt in Warschau hatten noch eine weitere Dimension: Der Kniefall des deutschen Regierungschefs vor dem Denkmal für die Ghetto-Helden verlieh diesen Ereignissen einen symbolischen und moralischen Aspekt.

 

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Mit dem Normalisierungsvertrag oder, wie er auf Deutschland genannt wird, „Warschauer Vertrag" wurde ein neues Kapitel in den polnisch-(west)deutschen Beziehungen aufgeschlagen. In den folgenden Jahren wurde eine Reihe von Abkommen unterzeichnet, von wirtschaftlichen bis hin zu kulturellen. Städtepartnerschaften wurden möglich, Universitäten schlossen Kooperationsvereinbarungen. 1972 wurde eine gemeinsame deutsch-polnische Schulbuchkommission eingerichtet, deren Hauptaufgabe darin besteht, die Schulbücher beider Länder im Hinblick auf die Darstellung der deutsch-polnischen Beziehungen zu überprüfen.
Während der Konferenz wollen wir Schlüsselfragen im Zusammenhang mit dem Vertrag vom 7. Dezember 1970 und seinen Folgen für die Entwicklung der polnisch-deutschen Beziehungen ansprechen. Wir greifen historische, historisch-juristische, soziale und kulturelle Aspekte auf. An der Konferenz werden auch Zeitzeugen dieser bahnbrechenden Ereignisse teilnehmen: Prof. Adam Rotfeld, damals Mitarbeiter des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten, später Außenminister der Dritten Republik Polen, und der Journalist Adam Krzemiński, damals wie heute ein bekannter Kolumnist der Wochenzeitung „Polityka.

 


 

Programm:

 

• Begrüßung: Przemysław Wiszewski (Rektor der UWr) 

• Einleitung: Krzysztof Ruchniewicz und Jan Barcz

• Begrüßung: Arndt Freytag von Loringhoven

 

• Krzysztof Ruchniewicz: Die Polnisch-deutschen Beziehungen (zur Unterzeichnung des Normalisierungsvertrages). Historische Aspekte

• Adam Daniel Rotfeld: Der Vertrag im Kontext der damaligen internationalen Lage, Ostpolitik, Ostverträge

• Dieter Bingen: Die deutsche Ostpolitik und die Bedeutung des Vertrages vom 7. Dezember 1970

• Jan Barcz: Die Interpretation des Vertrages in Polen

 

Kurze Pause

 

• Jerzy Kranz: Die Interpretation des Vertrages in der Bundesrepublik

• Witold Maciej Góralski: Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (auch bezüglich der DDR) und ihre praktischen Auswirkungen

• Adam Krzemiński: Der soziale Kontext des Vertrages in Polen und Deutschland

• Marek Zybura, Der Warschauer Vertrag von 1970 in der Perspektive des polnisch-westdeutschen Literaturtransfers

 

Kurze Pause

 

Diskussion

• Zusammenfassung: Krzysztof Ruchniewicz, Adam Daniel Rotfeld

Abschluss der Konferenz

 


 

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