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Mittwoch, 26 März 2014

Wie man eine Revolution macht!

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Am 25. März 2014 hatte Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien Dr. Matthias Röβler, der Präsident des Sächsischen Landtages, zu Gast. Dr. Röβler hielt einen Vortrag zum Thema „Die Wende 1989 – Die friedliche Revolution und die Neugründung des Freistaates Sachsen".


Zu dem Treffen erschien auch die Vizekonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Heidrun Jung. Unter den Zuhörern mangelte es nicht an ProfessorInnen, DoktorandInnen, sowie StudentInnen unserer Universität, ebenso wenig wie an VertreterInnen der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau.
Dr. Matthias Röβler ist eine auβergewöhnliche Figur. Als Aktivist der demokratischen Opposition wirkte er in der Zeit des Niedergangs der DDR auf den späteren Systemwandel hin. Im Jahr 1989 leitete er die Sitzungen des „Runden Tisches" in Dresden. In den folgenden Jahren wurde unter seiner Leitung das sächsische Kultusministerium aufgebaut. Seit 2009 leitet Dr. Matthias Röβler den Sächsischen Landtag. Seit dem überwindet er mit seinem Handeln politisch die Grenze von Sachsen und Deutschland, zum Beispiel durch die Gründung des Forums Mitteleuropa, dessen nächste Ausgabe im Juni dieses Jahres in Wrocław stattfindet.


Über die Ereignisse des Jahres 1989 sprach der Redner energisch und flocht wiederholt Fakten aus seinem auβergewöhnlich reichen Erfahrungsschatz und spannende Anekdoten ein. Interessanterweise hatte die Wende des Jahres 1989 in der Erzählung Dr. Matthias Röβlers ihren Prolog im Jahre 1984, als der damalige Nachwuchswissenschaftler mit einem Stipendium nach Danzig fuhr.


„In Danzig lernte ich, wie man eine Revolution macht" sagte Dr. Röβler. Flugblätter, Verständigungsmethoden, Aktionen, Demonstrationen, all die in Danzig abgeschaute „Technik" erwies sich später, im Jahr 1989, auf vertrautem Terrain als nützlich. Als die Bürger der DDR hinaus auf die Straβe gingen, in der Überzeugung, dass alles gut ausgehen würde, dass kein Blut vergossen werden würde, begann, wie der Redner sagte, eine „friedliche Revolution" – was nicht selbstverständlich ist.
Im Angesicht von schussbereiten Polizisten und Soldaten war es leicht, sich finstere Szenarien auszumalen. Aber stärker als die Furcht war das Bewusstsein, an historischen Ereignissen teilzunehmen – im Falle Dr. Röβlers nicht nur als Augenzeuge, sondern als ihr Mitinitiator.


Die mehr als einstündige Diskussion erschöpfte weder das Wissen und den Anekdotenvorrat des Redners, noch das Interesse des Publikums.

Wir freuen uns auf Dr. Röβlers nächsten Besuch in Wrocław.

In diesem Sinne: Bis zum Wiedersehen im Juni beim Forum Mitteleuropa!

 


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