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Mittwoch, 12 März 2014

„Der Nationalsozialismus im Kino des vereinten Deutschland", von Joanna Traiman

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Narodowy socjalizm w kinie zjednoczonych Niemiec Joanny Trajman 1000 415 cropp

In der Reihe "Deutschland – Kultur – Medien ", herausgebracht vom CSNE im Jahre 2011, ist ein neues Buch, das siebte in der Reihe, erschienen: „Der Nationalsozialismus im Kino des vereinten Deutschland", verfasst von Joanna Traiman.


Es beleuchtet, wie der Nationalsozialismus im Kontext der Veränderungen in der deutschen Erinnerungskultur filmisch behandelt wird und versucht, die Ursachen für die Rückkehr des Diskurses über deutsche Opfer zu finden. Die umfangreiche, fünfhundertseitige Veröffentlichung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird auf synthetische Art und Weise dargestellt, wie die Deutschen mit der nationalsozialistischen Vergangenheit geschichtlich (bis 1989, aufgeteilt in DDR und Bundesrepublik) und gegenwärtig (nach 1989) umgingen und -gehen. Der zweite, grundlegende Teil des Buches behandelt detailliert die Darstellung dieser Problematik im Kino des vereinten Deutschland und konzentriert sich dabei auf bestimmte filmische Werke, gruppiert in sechs Themenbereiche: Die unüberwindliche Vergangenheit, die Wiederkehr Hitlers im Film, die deutsche Katastrophe, deutsche Helden, das Dritte Reich in der Konvention des Melodrams, die verführte Generation.


Ein Trumpf der Publikation ist es, dass sie die Präsentation des Themas in einem breiten soziokulturellen Kontext verortet und die wichtigsten historischen Debatten und Dispute um Filme, die oft Kontroversen in Deutschland auslösten, wachruft. Die Autorin verwendet einen beeindruckenden Bestand von Quellen; Filme (die Filmografie enthält mehr als 340 Titel) ebenso wie umfassende Literatur zu dem Thema, Presserezensionen und Interviews mit Filmemachern. Der interdisziplinäre Charakter der Arbeit ermöglicht es, dass das Moment über den filmwissenschaftlichen Horizont hinausgeht und einen wichtigen Beitrag zur Debatte über das schwierige Erbe der Deutschen leistet. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit deutscher Filme in Polen und angesichts von Disputen über die ausgewählten Produktionen (zum Beispiel über „Der Untergang") sowie angesichts reichhaltiger Diskurse, kann diese Publikation eine wichtige Hilfe für den polnischen Leser (und Zuschauer) sein, der die Identitätsprozesse unseres westlichen Nachbarn verstehen will.
Zum Buch gehört eine DVD mit dem Film „Wintertochter" (Deutschland/Polen 2010) von Johannes Schmid. Es ist eine der wenigen deutschen Produktionen, die polnische Kriegsopfer portraitiert und scheut die schwierigen Themen der polnisch-deutschen Vergangenheit nicht, aber enthält auch Hoffnung auf eine neue, friedliche Dimension der Beziehungen. Obwohl der Film vom Polnischen Institut für Filmkunst und dem Kulturzentrum in Gdynia gefördert wurde, ist er nicht regulär an die polnischen Kinos verteilt worden. Diese Publikation korrigiert dieses Versäumnis, wie es Schmids Film – sowohl aufgrund des Themas als auch aufgrund der Machart – zukommt.


„Wenn sie sich vor Augen führen, dass Joanna Trajman als erste mutig über die unzureichenden Versuche, dieses Forschungsfeld zu synthetisieren, hinausgeht, nehmen sie vor allem die beeindruckenden geistigen Ambitionen der Gröβenordnung dieses Projekts zur Kenntnis. Seine Verwirklichung erforderte vielfältige Kompetenzen: Deutschlandbezogene, politikwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche und filmgeschichtliche. Jedoch hätten selbst diese Kompetenzen, auch wenn sie bemerkenswert sind, wenig Nutzen, wenn sie nicht Hand in Hand gingen mit dem wissenschaftlichen Talent und der intellektuellen Vorstellungskraft der Autorin, Leistungen, denen das Buch seine harmonische, kohärente, geistig effektive und umfassende Vision des behandelten Themas verdankt."

Aus der Rezension von Prof. Tadeusz Szczepański

 

Joanna Trajman ist Absolventin der Internationalen Beziehungen und Kulturwissenschaften an der Universität Wrocław. Zur Zeit arbeitet sie als Dozentin am Lehrstuhl für Internationale Studien am Lehrstuhl der Universität. Sie hat Artikel geschrieben über das deutsche Kino und soziale Angelegenheiten von Frauen in der internationalen Politik.

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